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Saisonstart in der Halle

Nach meinen doch recht vielversprechenden Ergometertest zum Jahreswechsel war es diesmal ich der sich von Philipp zur Teilnahme am nächsten Rennen - der 24 Stunden Indoor Mountainbike WM 2011 in Freistadt im 2er Team - überreden lies. Wie darf man sich das vorstellen Mountainbike in der Halle und das über 24 Stunden? Ein sehr enger Rundkurs mit 800 m Länge, einer Fahrzeit von 2:40 min pro Runde, zahlreichen Spitzkehren, einem dauernden Wechsel zwischen Vollbremsung und Beschleunigung und natürlich gespickt mit zahlreichen Hindernissen. Schon bei der Besichtung konnte ich mir kaum vorstellen das es auf diesem Kurs Unfallfrei abgehen wird können und leider sollte es dann auch so kommen.

Vom Start weg wechselten wir uns im 30 Minuten Rhythmus ab was gut funktionierte und pendelten uns so um Position 6 bis 7 bei den 2er Teams ein. Philipp war als ausgesprochen guter Biker toll unterwegs, ich versuchte meine fahrtechnischen Defizite (ja die sind ganz klar da) mit mehr Einsatz und noch mehr Kraft auszugleichen. Dass dies auf Dauer nicht gut gehen kann wollte ich nicht wahrhaben. Solange nicht, bis mir nach 3 Stunden, beim Anbremsen bei einer Spitzkehre und leichter Feindberührung, das Vorderrad wegrutsche und ich in die Gitterabsperrung knallte. Aber ich hatte Glück: Außer Hautabschürfungen an Ellenbogen, Knie und einem kleinen Cut im Schienbein war ich unversehrt. Schnell ging es weiter und die folgenden 30 Minuten Pause gehörten der Wundeversorgung.

Nach weiteren 2 Stunden dann aber das nächste Missgeschick. Ich konnte einem vor mir stürzenden Fahrer nicht mehr rechtzeitig ausweichen, "stieg" nach der Vollbremsung über den Lenker ab und knallte mit Brust und Schlüsselbein auf den Lenker. Leider ging es diesmal nicht so glimpflich ab, das Luftholen schmerzte sehr und an ein vernünftiges Festhalten des Lenkers war auch nicht mehr zu denken. Aber dennoch wollte ich weiterfahren, all der Aufwand um dann aufzugeben. Nein ich wollte es nicht wahrhaben, versuchte es mit Schmerzmitteln und eine entsprechende Dosis brachte für weitere 2 Stunden auch Erleichterung. Ich konnte den Lenker wieder vernünftig halten, nur das Luftholen fiel immer schwerer. Zu schwer und so musste ich nach knapp 10 Stunden aufgeben. Es war einfach nicht mehr möglich vernünftig Rad zu fahren und alles andere macht keinen Sinn. Fazit: Kein guter Start bei einem für meine Begriffe sehr gefährlichem Rennen an dem ich in Zukunft wohl nicht mehr an den Start gehen werde. Um hier erfolgreich zu sein muss man technisch ein sehr guter Mountainbiker sein und sein Gerät ebenso wie den dauernden Wechsel der Belastung beherrschen.


 

 

 

 

 

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